Schinznach, Dorf und Bad im Bezirk Brugg des schweiz. Kantons Aargau. Das Dorf liegt 380 müber dem Meere, 10 km nordöstlich von Aarau, auf der linken Seite des Aarethals, besitzt eine Pfarrkirche mit dem Grabmal des Generals Joh. Ludwig von Erlach (s. Erlach) und ubs (1880) 1157 meist prot. E., deren Haupterwerbsquellen der Acker⸗ und Weinbau und die Strohflechterei sind. Etwa 2 km nordöstlich, am rechten Ufer der Aare, 351 müber dem Meere, zwischen dem Fluß und der Nordostbahnlinie Aarau-Zürich, liegt von ausgedehnten Anlagen umgeben am Fuße des mit den Ruinen des Schlosses Habsburg gekrönten Wülpelsbergs (514 m) das berühmte Bad S., mit einem roßen musterhaft eingerichteten Kurhause, einem adehause, einer Kirche und mehrern Dependenzen. Die Quelle, eine salinisch-muriatische Schwefeltherme von durchschnittlich 31˙ C., wird besonders bei chronischen Hautkrankheiten gebraucht. Die 1558 entdeckte Therme lag auf dem linken Ufer des Flußbettes, wurde 1670 in demselben vergraben und brach 1692 auf einer Insel, die jetzt durch Anschwemmungen mit dem rechten Ufer verbunden ist, wieder hervor. Die Umgebung des Kurortes ist reich an schönen und historisch merkwürdigen Punkten. Vgl. Amsler, Les bains de S.v (Aarau 1854; deutsch, 1852); Hemman, (Bad S.v(Aarau 185⁵8⁸); Gsell-Fels, «Kurorte der Schweizo (Zür. 1880).