Schirwänschas, die wiederum kleinere Dynasten unter sich hatten und mit ihren Nachfolgern, den Chanen von S., jahrhundertelang, bis auf die neuere Zeit, ihre Unabhängigkeit gegen die Kalifen, die Bagratiden von Armenien, die Mongolen, gegen Timur, die Türken, die Perser und Russen zu behaupten suchten, bis sie 1797 vorübergehend, 1805 aber für immer unter russ. Botmäßigkeit kamen. Als 1820 der letzte Fürst, Mustafa-Chan, sich der russ. Oberherrlichkeit durch seine Flucht nach Persien entzog, wurde das Land völlig dem Russischen Reiche einverleibt und mit den im Frieden von Gulistan 12. Okt. 1813 von Persien abgetretenen Gebieten im Süden des Kur zu einer Provinz vereinigt unter dem Namen «Land der muselmanischen Provinzeno; dies Gebiet umfaßt außer dem eigentlichen S. (Schemächa) noch Scheki (Nucha) im W., Baku im O., Karabagh (Schucha) im SW. und Talysch (Lenkoran) im SO. Später wurde aus diesen Ländern und Daghestan die Kaspische Provinzo und durch Ukas vom 26. Dez. 1846 aus erstern das Gouvernement Schemächa gebildet, welches seit 1859 Gouvernement Baku (s. d.) heißt, und von dem das eigentliche S. den Hauptbestandteil des Kreises Schemächa umfaßt.