Schmid (Christoph von), vorzüglicher Jugendschriftsteller, geb. 15. Aug. 1768 zu Dinkelsbühl, erhielt seine wissenschaftliche Bildung zu Dillingen und war nach Vollendung seiner kheol. Studien einige Jahre Pfarrgehilfe zu Nassenbeuren bei Mindelheim, dann zu Seeg im Allgau, worauf er vom Grafen von Stadion einen Ruf als Schulinspektor und Schulbenefiziat zu Tannhausen an der Mindel annahm. Hier schrieb er die «Biblische Geschichte für Kindery, die, sowie der «Erste Unterricht von Gott o und das „(Lehr⸗ und Lesebüchlein in hundert kurzen Erzählungen », in den Schulen Bayerns eingeführt wurden. Im J. 1816 erhielt er die Pfarrei Stadion im Königreich Württemberg und 1827 ernannte ihn König Ludwig von Bayern zum Domherrn in Augsburg. Er starb 3. Sept. 1854. Außer der «Biblischen Geschichtey machte sich S. durch viele ausgezeichnete, das jugendliche Gemüt erweckende, durch gemütlichen Ton und schöne Darstellung anziehende Schriften verdient, unter denen vorzüglich die 4Ostereiery (Landsh. 1816), 4Genofevav, Der Weihnachtsabendo, «Rosa chiuso und «Erzählungen für Kinder und Kinderfreunder (4 Bdchn., Landsh. 1823 — 29) großen Beifall fanden. Eine Ausgabe seiner „Gesammelten Schriften » (24 Bdchn., Augsb. 1841 — 46; 2. Aufl., 18 Bdchn., 1856 — 61) veranstaltete S. noch selbst. Seine Selbstbiographie:Erinnerungen aus meinem Leben » (4 Bde., Augsb. 1853 — 57), wurde nach seinem Tode von Werfer („Briefe und Tagebuchblättero, Münch. 1871) vervollständigt.