FeedSchmierapparate
TechnikBrockhaus 1882

Schmierapparate sind metallene oder gläserne Gefäße, welche, mit verschiedenartig angeordneten Reguliervorrichtungen ausgestattet, bestimmt sind, die Reibung und Abnutzung aneinander bewegter Maschinenteile durch Zuführung geeigneter Substanzen (s. Schmiermittel) zu vermindern. Je nach der Art und nach der Feinheit der betreffenden Maschine dienen Wasser, Ole oder feste Fette als Schmiermittel. Die Schmiergefäße können an dem zu ölenden Maschinenteil (Zapfenlager, Kreuzkopf u. s. w.) angegossen, resp. angeschmiedet sein (Schmierbecher, Schmierschalen), oder als besondere Teile aufgeschraubt werden (Schmierapparate im engern Sinne). Zu letztern gehören die Schmierhähne. Ein ö solcher besteht aus einem zwischen zwei Hähnen eingeschalteten hohlkugelähnlichen Gefäß, das über dem obern Hahn einen Trichter trägt. In diesen wird das OÖl gegossen; alsdann wird der obere Hahn geöffnet, während der untere geschlossen bleibt, sodaß das OÖl bis in die Hohlkugel tritt, worauf der obere Hahn geschlossen, der untere geöffnet und dadurch dem Schmiermittel der Weg zu dem zu schmierenden Cylinder freigegeben wird. Mehr noch als diese Schmierhähne werden die in den verschiedensten Formen ausgeführten Selbstöler angewendet. Die verbreitetsten derselben sind die Nadelöler oder Nadelschmierbüchsen, Gefäße, in der Regel aus Glas, in deren mit dem zu schmierenden, rotierenden Maschinenteil kommunizierender Röhre ein Drahtstift steckt, an welchem das Ol bei der Bewegung des erstern durch die Erschütterung herabfließt, während im Ruhezustand kein ANussießen erfolgt. Ahnlich sind die ärodynamischen Schmierapparate eingerichtet, bei welchen das Ol infolge der Bewegung des Zapfens durch Capillarröhrchen auf diesen herabgesaugt wird. Die Wirkungsweise der Dochtschmiergefäße ist gleichfalls auf dem Prinzip der Capillarität begründet. Es sind dies Metall⸗ oder Glasgefäße, in denen eine Röhre bis fast an den Deckel und andererseits bis an die zu schmierende Welle reicht; in diese Röhre wird das eine Ende eines Dochtes eingeschoben, dessen anderes Ende in das Ol taucht, wodurch letzteres in die Röhre eingesaugt wird und dann auf die Welle herunterfließt. Ein hachteil dieses Apparats besteht darin, daß die

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 434Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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