FeedSchnepff (Erhard)
ReligionBrockhaus 1882

Schnepff (Erhard), schwäb. Reformator, geb. 1. Nov. 1493 zu Heilbronn, studierte in Erfurt und Heidelberg zuerst Jurisprudenz, dann Theologie, wurde 1520 evang. Prediger in Weinsberg, 1524 in Wimpfen und unterschrieb 1525 das von Brenz verfaßte Syngramma Suevicum, wobei er sich mit 13 andern süddeutschen Predigern in dem Abendmahlsstreit gegen Zwingli auf die Seite Luthers stellte. Im J. 1526 half er dem Grafen Philipp von Nassau bei der Reformation von Weilburg, nahm dann 1528 einen Ruf als Professor und Prediger nach Marburg an und war dem Landgrafen Philipp von Hessen ein geschätzter Ratgeber, begleitete ihn auch an die Reichstage nach Speier und Augsburg. S. kehrte 1534 nach Württemberg zurück, wo ihm und A. Blaurer von dem Herzog Conversations-Lexikon. 13. Aufl. XIV. Ulrich die Reformation Württembergs übertragen wurde, so zwar, daß S. von Stuttgart aus als Prediger der Hospitalkirche das Land aunter der Steigo reformierte. Im J. 1544 wurde S. Professor in Tübingen, mußte aber 1548 als Vertreter der streng luth. Richtung sein Amt quittieren und wurde 1549 Professor, Prediger und Superintendent in Jena. Er starb 28. Nov. 1558. Vgl. J. Hartmann, 4S., der Reformator in Schwaben (Tüb. 1870).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 449Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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