FeedSchoedler (Friedr. Karl Ludw.)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Schoedler (Friedr. Karl Ludw.), verdienter naturwissenschaftlicher Schriftsteller, geb. 25. Febr. 1813 zu Dieburg, widmete sich anfänglich zu Darmstadt der Pharmacie, wandte sich aber auf der Universität zu Gießen dem Studium der Naturwissenschaften, insbesondere der Chemie zu und war 1835—38 Assistent bei Liebig. Nachdem er zu seiner weitern Ausbildung Reisen durch Deutschland, die Schweiz, England und Frankreich gemacht, ging er 1842 als Lehrer der Naturwissenschaften an das Gymnasium zu Worms. Seit 1854 wirkte er als Direktor der Realschule zu Mainz, wo er 27. April 1884 starb. S.s Ruf gründet sich hauptsächlich aufDasBuch der Naturv (Braunschw. 1846; 22. Aufl. 1884), eine gedrängte Darstellung des Gesamtgebietes der Naturwissenschaft. Vielen Beifall fanden auch seine Schriften Die Chemie der Gegenwarto (3. Aufl., Lpz. 1857), sowie die von ihm bearbeitete Ausgabe von Brehms 4Illustriertem Tierleben für Schule und Hauso (3 Bde., Hildburgh. 1867—69) und der Text zum „Atlas der chem. Technik (pz. 1873). Ferner verfaßte er den naturwissenschaftlichen Teil in Wagners (Handbuch der Naturkunde, Erdbeschreibung etc. (23. Aufl., Stuttg. 1873). Auch hat sich S. als Novellist und Dichter versucht.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 452Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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