Sedimente (lat.), Sedimentärgebilde oder Ablagerungen nennt man Gesteine, die durch Absatz aus dem Wasser gebildet worden sind, und zwar entweder durch krystallinischen Niederschlag aus wässeriger Lösung oder durch Ablagerung von bis dahin mechanisch von den Wassern fortgeführten mineralischen Massen. Erstgenanntem Vorgange verdanken z. B. Gips, Steinsalz, Dolomit und manche Kalksteine ihren Ursprung, während Sand, Kies, Thon und die aus deren Verfestigungen hervorgehenden Sandsteine, Conglomerate und und. schiefer auf dem zweiten Wege entstanden ind. (Vgl. Geognosie, Gesteinsbildung, Schichtung, Gebirgsarten.)
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 639Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei