Sensitiv (lat.) und Sensitivität ist eigentlich soviel wie sensibel und Sensibilität (s. d.), wird aber bisweilen zur Bezeichnung entweder einer verfeinerten oder gesteigerten Sensibilität gebraucht. So bezeichnet man in der Physiologie die Nerven des Gesichts, Gehörs, Geruchs und Geschmacks als sensitive im Gegensatze zu den sensibeln des allgemeinen Gefühlssinns, und nennt im gemeinen Leben sensitive Personen solche, die sich in Beziehung auf Sinneseindrücke in einem überreizbaren Zustande befinden.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 704Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei