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GeschichteBrockhaus 1882

Seressaner (Rotmäntel) waren Mannschaften, die sechs österr. Grenzregimentern, welche den Einfällen türk. Räuber besonders ausgesetzt waren, beigegeben und mit Gewehr, Pistolen und Handschar bewaffnet wurden; sie entstanden um das J. 1700 und waren 1849 in Stärke von 1200 Mann vorhanden. Bei drei Regimentern gab es auch Seeabteilungen. Im J. 1788/89 nahmen die S. am Türkenkriege teil. Früher durch ihre Tapferkeit und Grausamkeit bekannt, verloren sie seit dem Siebenjährigen Kriege immer mehr an Bedeutung und bestehen seit Aufhebung der Militärgrenze nicht mehr in bisheriger Weise. Seit 1871 ist das Seressanerkorps zur Aufrechthaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung in Kroatien und Slawonien bestimmt, also eine Gendarmerietruppe, und dem Generalkommando zu Agram unterstellt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 723Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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