Stellionat (stellionatus). Die Behendigkeit der Eidechse (stellio) und ihre Geschicklichkeit im Entschlüpfen gab den Römern das Bild eines Betrügers, welcher, ohne Verfälschung von Urkunden und ohne daß sich sein Verfahren unter besonders benannte srafbar des Betrugs bringen ließ, andere auf eine trafbare Weise übervorteilt, z. B. Waren verpfändet, welche nicht existieren, Pfänder dem Gläubiger auf eine listige Weise entzieht. Nach der neuern Strafgesetzgebung . diese Kategorie strafbarer Handlungen in dem Betruge auf.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 200Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei