Stint (Osméêrus) ist der Name einer zur Familie der Salme —7½½ Fischgattung, die sich von der Gattung Lachs (s. d.) durch die abweichende Bezahnung, achtstrahlige Kiemenhaut und ungefleckten Körper unterscheidet. Der gemeine Stint oder Alander (0. Eperlanus) lebt in großer Menge in der Nord⸗ und Ostsee, in den Haffen und Seen Norddeutschlands. Man hat mit Unrecht einen großen Seestint und einen kleinen Süßwasserstint unterscheiden wollen. Der gemeine S., der höchstens 26 em lang wird, gleicht etwa den Forellen, ist mit leicht«abfallenden silberfarbenen Schuppen bekleidet, oberseits grau, an den Seiten silberglänzend, am Bauche rötlich und seine ganze Oberfläche schillert in Grün und Blau. Er ist gefräßig, nährt sich von Insektenlarven, Fischbrut und Weichtieren und hat einen sehr widrigen Geruch. Sein Fleisch ist zwar weiß und wohlschmeckend, gilt aber nicht für gesund; dennoch werden die S. in großen Mengen auf die Märkte der Seestädte gebracht, wo sie der niedern Volksklasse als Nahrung dienen.