FeedSprotte
TierreichBrockhaus 1882

Sprotte oder Breitling (Clupea s. Harengula Sprattus, Tafel: Fische I, Fig. 14), eine zur Gattung Hering gehörige Fischart, welche in der Nord⸗ und Ostsee gemein, dem Hering ähnlich, aber nur 10 bis 15 em lang wird, keine Zähne auf dem Pflugscharbeine hat und auf dem einfarbigen Kiemendeckel nicht geadert, sondern strahlig gestreift ist. Am Bauchkiel bilden scharfe Schuppen eine Reihe von Sägezähnen. Zur Laichzeit tritt ein goldiger Seitenstrich deutlich hervor, und die Rückenflosse hat 16 Strahlen. Während des Herbstes nähert die S. sich in größern Scharen den Küsten, um zu laichen, und der außerordentlich ergiebige Fang beginnt in England im November und wird dort während des ganzen Winters fortgesetzt. Die S. ist zart und wohlschmeckend und wird im Innern Deutschlands gesalzen und geräuchert gegessen; besonders sind die Kieler Sprotten (Flückheringe) geschätzt. de England benutzt man diese Fische wegen der übergroßen Menge auch als Düngemittel.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 115Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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