FeedStobäus (Johs.)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Stobäus (Johs.), aus Stobi in Macedonien, lebte wahrscheinlich im 5. oder 6. Jahrh. n. Chr. und machte für seinen Sohn Septimius Auszüge, welche aus den zum Teil verlorenen Werken von etwa 500 griech. Dichtern und Prosaikern herrühren und so für die Geschichte der alten Litteratur von großer Bedeutung sind. Dieses Werk wurde in zwei Teile getrennt, von denen der zweite den richtiger auch dem ganzen Werke beigelegten Titel Anthologiono (lat. Florilegiumo), d. i. Blumenlese, oder auch den Titel Sermonesv, der andere, der erste des Gesamtwerks, den Titel „Eclogae physicae et ethicaen, in zwei Büchern, erhielt. Das Plorilegiumo war am besten von Gaisford (4 Bde., Oxf. 1822; verbesserter Abdruck durch W. Dindorf, 4 Bde., Lpz. 1823—24) und von Meineke (4 Bde., Lpz. 1855—57), die Eclogaen von Gaisford (2 Bde., Orf. 1850) und von Meineke (2 Bde., Lpz. 1860—64) herausgegeben. Von einer neuen kritischen Ausgabe von Wachsmuth und Hense liegt die erste Hälfte vor: «Stobaei Anthologii libri duo priores (eclogae physicae et ethicae)v, bearb. von Wachsmuth (2 Bde., Berl. 1882).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 247Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 6

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Literatur & Sprache 6