FeedStöhrer (Emil)
TechnikBrockhaus 1882

Stöhrer (Emil), geb. 25. Sept. 1813 in Delitzsch, erhielt seine Nichannter beid Wi Schulpforta, lernte als Mechaniker bei Wießner in Leipzig, besuchte während seiner Wanderjahre Paris und andere Hauptsitze der Feinmechanik und gründete 1846 in Leipzig ein eigenes Geschäft, aus dem nicht nur die noch mustergültigen Stöhrerschen Batterien und Induktionsapparate hervorgingen, sondern auch bereits 1846 der erste mit Wechselströmen eines Magnetinduktors betriebene Zeigertelegraph, welcher eine Reihe von Bahne hindurch namentlich auf sächs. und bayr. Bahnen benutzt wurde, sowie etwas später ein elektrochemischer und ein elektromagnetischer Doppelschreiber, d. h. ein Schreibtelegraph für zweizeilige Punkt-Strich-Schrift (Stöhrer-Schrift). Im J. 1863 übergab er das leipziger Geschäft seinem Sohne Emil (geb. 2. März 1840, gest. 26. Dez. 1882) und gründete in Dresden ein zweites Geschäft, besonders für elektrotherapeutische Apparate, das er 1880 auch seinem Sohne übergab. Jetzt ist S. (nominell) mit seiner Schwiegertochter Inhaber beider Geschäfte. oische Philosophie, s. Stoizismus.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 257Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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