Terglon, slowen. Triglav, d. h. Dreikopf, der höchste Bergstock der Julischen Alpen, erhebt sich als schroffe, scharfkantige Felsmasse auf der Grenze der österr. Kronländer Krain und Görz und auf der Wasserscheide zwischen der Save und dem Isonzo. Im S. wird der T. durch den tiefen Thalkessel der Wochein begrenzt, im N. durch den Lukniapaß und das Thal der Feistritz; nach W. erstrecken sich seine Ausläufer bis zum obern Isonzo, nach O. bis zur Wurzener Save. Der Berg besteht aus Dachsteinkalk, ist stark zerklüftet, wasserarm und trägt auf seiner Nordseite einen kleinen Gletscher. Wie der Name andeutet, gipfelt er in drei Spitzen, von welchen die mittelste und höchste, ein kahler, scheinbar unersteiglicher Felsobelisk, mit der östlichen, dem kleinen T., durch einen scharfen Grat verbunden, die Höhe von 2865 m erreicht. Die Aussicht von demselben umfaßt den weiten Kranz der Julischen, Karnischen und Venetianischen Alpen und die Küsten des Adriatischen Meers von Istrien bis in die Gegend der Po-Mündung. Früher für sehr schwierig und gefährlich gehalten, wird jetzt die Besteigung, befonders seitdem etwa 400 m unter dem Gipfel die Triglavhütte den Touristen Unterkunft bietet, sowohl von der Station Moistrana der Bahnlinie Villach-Laibach über die Kerma-Alp, als von der Wochein über die Alp Belpole oft ausgeführt.