FeedTerpentin
PflanzenreichBrockhaus 1882

Terpentin lentstanden aus Lerebinthina) nennt man ein mehr oder minder dickflüssiges Harz, das aus verschiedenen Coniferenstämmen durch Ein. schnitte gewonnen wird oder auch durch Aufbersten der Rinde von selbst ausfließt (wie z. B. bei der Edeltanne durch Zerplatzen der sog. Harzbeulen der Rinde). Er hat eine gelbliche, mitunter auch fast weißliche Farbe, einen ei ntümlichen Geruch und scharfen, bittern Geschmack. Man unterscheidet im Handel verschiedene Sorten, deren Güte und Eigenschaften sich nach dem Baume richten, von dem sie gewonnen werden. Die billigste und ordinärste Sorte ist der gemeine Terpentin, der von der gemeinen Kiefer und Tanne (Pinus sylvestris und P. abies) gewonnen wird. Feiner und durchsichtiger sind der straßburger Terpentin von der Weißtanne (P. picea) und der französische oder T. von Bordeaux, den man von der Strandkiefer (P. maritima) erhält. Diesen steht nahe der amerikanische Terpentin, welchen die langnadelige Kiefer (P. australis) liefert, und der karpatische und ungarische Terpentin, der erstere von P. cembra, der letztere von P. Muhus. Die feinsten Sorten sind der v enetianische

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 569Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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