Terpeniin vom gemeinen Lärchenbaume (Larix europaea) und besonders der cana dische Balam von der Balsamtanne (Abies balsamea). Die einste Sorte würde der cyprische oder chiische erpentin (von Cypern und von Chios) sein, wenn er im Handel nicht so selten unvermischt vorkäme. Dieser stammt jedoch von keinem Nadelholze ab, sondern von der Terebinthenpistazie. (S. Pistazien.) Die feinen T. sind offizinell, werden jedoch selten innerlich, häufiger als reizendes Mittel in Form von Pflastern und Salben angewendet. Außerdem benutzt man die gröbern zu verschiedenen technischen Zwecken, z. B. zur Darstellung des Siegellacks. Der während des Winters aus Einschnitten der Coniferenstämme ausgelaufene T. erhärtet zu .mühren. Dun Krusten, die den Namen Galipot führen. urch Destillation gewinnt man aus dem T. das Terpentinöl, das ebenfalls als Arzneimittel und zu gewerblichen Zwecken, B. zur Firnis- und Lackbereitung dient, und von em man im Handel drei Sorten unterscheidet, das deutsche, französische und englische. Ersteres wird aus dem gemeinen und straßburger T., das zweite aus dem T. von Bordeaux, das dritte aus dem amerikanischen T. bereitet. Aus den bei seiner Destillation gebliebenen und geschmolzenen Rückständen erhält man das Kolophonium (s. d.) oder Geigenharz. Das Terpentinöl ist eine farblose Flüssigkeit von eigentümlichem Geruche, spezifisches Gewicht 0,86, 158 C. Siedepunkt, in Wasser fast unlöslich, mit Alkohol und Ather in allen Verhältnissen mischbar. Es ist ein Lösungsmittel für Schwefel, Phosphor, die meisten Harze, Kautschuk und Guttapercha. An der Luft absorbiert es Sauerstoff und verwandelt denselben zum Teil in Ozon. Nach längerer Zeit verharzt es an der Luft.