Theodicee Gbn nennt man den Versuch, den Glauben an die rung gegen die Einwů in dem Vorhandensein des physif chen Übels und des moralisch Bösen gegen die Güte und Gerechtigkeit Gottes zu liegen scheinen. Schon Plato, die Stoiker, Augustinus, Th nella u. a. haben versucht zu zeigen, wie das Sittlich-Böse sich mit de des höchsten Wesens vereinigen lasse. Das Wort T. kam erst in Aufnahme, nachdem Leibniz, veranlaßt durch die skeptischen Einwürfe Bayles, sein Werk «Essai de Theodicée sur la bonté de Dieu, la liberté de l'homme Amsterd. 1710; deutsch, Mainz 1820) geschrieben hatte. Die Absicht Leibniz' geht nicht dahin, das physische Übel und das moralische Böse zu leugnen, sondern dahin, es als meidliche Folge, als Endlichkeit und Beschränktheit jeder geschaffenen Welt darzustellen: die dern relativ vollkommen; sie sei unter allen möglichen Welten, welche Gott habe schaffen können, die beste. Die kritische objektive Beantwortung der T. zu Grunde liegenden Fragen Verzicht. Vgl. Kant, «Über das Miß in der T. » (1791). Systemen trat das Interesse an den Fragen der T., welches die dogmatischen Systeme des 18. Jahrh. vielfach beschäftigt hatte, vor andern Interessen fast gänzlich zurück, bis der Pessimismus sie wieder etwas mehr in Fluß brachte.