Theodöra die ltere, Gemahlin des röm.. Senators Theoph lactus, eine kühne herrschbegierige Frau, und re Töchter Marozia (s. d.) und d Theodora die Jüngere, hatten ein halbes Jahrhundert die Herrschaft über om, Mittel-k italien und das Wacht, wi das sie mit ihren Krea.2 turen besetzten, we Lebenswandel und die Gewissenlosigkeit in der Wahl ihrer Mittel berüchtigt sind. Papst Sergius 905—911 war der Geliebte der Marozia gewesen, bevor sie sich mit dem mächtigen Markgrafen Alberich von Camerino vermählte; Johann X. 914 928 verdankte seine Stellung seinen frühern Beziehungen zur ältern T. und der Unterstüzung Alberichs; Johann XI. 931—936 war der Sohn der Marozia; Johann XII. (s. d.) 956—964 ihr Enkel. Mit der von Kaiser Otto I. veranlaßten Abse des letztern ging die Macht dieser Familie über om vorläufig zu Ende; sie lebte aber nochmals in dem Sohne der T. der Jüngern auf, dem ber m⸗. ten röm. Senator Crescentius welcher zur Zeit Ottos III. die Unabhängigkeit Roms vom Kai ertume anstrebte, aber auf Befehl Ottos 29. April 998 hingerichtet ward. angesehensten Lehrer der ntiochenischen Schule, eb. um 390, empfing seine theol. Bildung in einem loster bei Antiochia. Seit 423 Bischof von Cyrus am Euphrat, vertrat er die Ansicht der syr. Kirche von den zwei Naturen in Christo in den Nestorianischen und Eutychianischen Streitigkeiten, willigte aber aus Mangel an sittlicher Festigkeit in die Verurteilung seines Gesinnungsgenossen Nestorius auf der ersten Synode zu Ephesus (431). Auf der zweiten ephesinischen Synode, der später sog. Räubersynode (449), wurde auch er seines Amtes entsetzt und in ein Kloster verbannt, aber nachmals auf dem Konzil zu Chalcedon (451) zurückberufen. Er starb um 457. Von seinen Werken, die Sirmond und Garnier (5 Bde., Par. 1642 u. 1684) und Schulze und Nösselt (6 Bde., Halle 1769— 74) herausgegeben haben, sind die Kommentare über das Alte Testament und über die Paulinischen Briefe, die Fortsetzung der Kirchengeschichte des Eusebius, welche die g. 324—429 umfaßt, seine Ketzergeschichte und der „Eranistes »„ eine Streitschrift gegen Cyrillus zu erwähnen. Vgl. Binder, Etudes sur T.o (Genf 1844); Bertram, doctrina christologicao (Hildesh. 1883).