FeedThunberg (Karl Pet.)
ErdkundeBrockhaus 1882

Thunberg (Karl Pet.), schwed. Naturforscher, geb. 11. Nov. 1743 zu Jönköping in der Provinz Smäland, studierte in Upsala besonders unter Linné und ging hierauf als Arzt im Dienste der Holländisch⸗-Ostindischen Kompagnie 1772 nach dem Vorgebirge der Guten Hoffnung, wo er sich drei Jahre aufhielt und Reisen ins Innere der von den Battentotten und Kaffern bewohnten Länder anstellte. Im J. 1775 begleitete er als Arzt die Gesandtschaft der Ostindischen Kompagnie an den Kaiser von Japan. Nach der Rückkehr von dort begab er sich 1778 wieder nach dem Vorgebirge der Guten Hoffnung, von wo er dann ins Vaterland zurückkehrte. Die mitgebrachten naturhistor. Sammlungen überließ er nachher der Universität zu Upsala, wo er 1781als außerord. und 1784, nach dem Tode des jüngern Linne, als ord. Professor der Botanik angestellt wurde. Auf sein Ansuchen ward der alte Königsgarten zu einem botan. Garten für die Universität umgewandelt, der 4. Mai 1807, dem 100. Geburtstage Linnées, eingeweiht wurde. Die wichtigsten Arbeiten T.s, außer seiner Reisebeschreibung (deutsch von Groskurd, 2 Bde., Berl. 1792—94), sind die Elora Japonicav, Elora Capensisv, Icones plantarum Japonicarumo, Museum naturalium academiae Upsaliensisv, die von Persoon, 3 Bde., Gött. 1799—1801) und eine bedeutende 3er Abhandlungen, meist in den Denkschriften der Akademien zu Stockholm, Petersburg und Upsala. T. starb 8. Aug. 1828 auf feinem Landsitze Tunaberg bei Upsala.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 664Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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