Thunfisch (Thynnus), eine zur Familie der Makrelen gehörende Fischgattung, die sich hauptsächlich durch die dicht Penfrumdier stehenden Rückenflossen und die großen, um die Brust eine Art Panzer bildenden Schuppen unters cheidet. Der gemeine Thunfisch (E. vulgaris, s. Tafel: Fische III, Fig. 3) ist oberwärts stahlblau, am Bauche silbergrau gefärbt, wird 35 bis 5,5 mlang und 5—600 kg schwer. Er lebt in allen europ. Meeren und wird im Mittelländischen Meer, wo er sich, um zu laichen, im Frühlinge in Scharen von vielen Tausenden einstellt, eifrig gefangen. Die provengalischen Fischer bemächtigen sich seiner, indem sie ganze Scharen auf Untiefen mit Booten umstellen. Ungleich großartiger ist der Fang an den ital. Küsten. Ein mehrere tausend Fuß langes Netz (mandrague oder tonnara), das in mehrere Kammern geteilt ist, wird in der Nähe der Küste auf der Zugrichtung der Fische ausgespannt und der ganze Schwarm durch Lärmen nach und nach bis in die letzte Kammer (Totenkammer) getrieben. Ist diese gefüllt, so wird sie zugezogen, emporgehoben und die darin befindlichen Fische, oft mehrere Tausende an Zahl, mit Lanzen getötet. Ans Land gebracht, werden sie zerstückt und schleunigst eingesalzen. Das Fleisch des T. bildet dort ein Hauptnahrungsmittel der niedern Volksklassen, wird aber auch, feiner zubereitet, unter mannigfachen Namen verkauft.