FeedTöth (Koloman)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Töth (Koloman), ungar. Dichter, geb. 30. März 1831 zu Baja im Komitate Bacs-Bodrog, nahm an erschien die erste Sammlung seiner durch patriotische Tendenz und warmes Gefühl ausgezeichneten, volkstümlich gehaltenen Gedichte, welche sehr populär wurden. Mehrere weitere Sammlungen folgten, welche T. nach Petöfi zum beliebtesten ungar. Liederdichter machten. Weniger gelungen, weil zu lyrisch, sind seine Dramen: Der letzte Zäch» (1857) und Der letzte ungar. Könige (1860); doch errang das Trauerspiel «Eine Königine (1857) einen akademischen Preis und das Lustspiel Frauen in der Verfassunge (1871) einen vollen Bühnenerfolg. T. war seit 1860 Mitglied der Kisfaludy-Gesellschaft, seit 1861 der Akademie. Er starb 3. Febr. 1881. Von großer Bedeutung war für seine Zeit das von ihm 1860 begründete Witzblatt Bolond Miskao (Der närrische Michelo).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 774Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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