Tschernytschew, ein gräfl. und fürstl. Haus in zwei Zweigen in Rußland, stammt von Iwan Tschernetzty, der 1493 aus Polen nach Rußland kam und von Iwan Wassiljewitsch I. zum Dumnoi-Dworjanin ernannt wurde. — Zur jüngern Linie gehörte Grigorij T., geb. 1672, einer der tüchtigsten Generale Peters d. Gr. Nach der Einnahme von Wyborg 1710 zum Kommandanten dieser Stadt ernannt, eroberte er bald darauf Helsingfors, schlug 1714 die Schweden am Pelkansee, wurde 1726 Gouverneur von Livland, 1730 Senator und General-en-Chef, 1742 aber durch die Kaiserin Elisabeth in den Grafenstand erhoben. Er starb in Petersburg 30. Juli 1745. — Zwei seiner Söhne aus seiner Ehe mit Anna Rschewski, der Geliebten Peters, wurden Feldmarschälle, nämlich der Graf Sachar, geb. 1722, gest. 1784, bekannt als russ. Feldherr im Siebenjährigen Kriege, welcher bei Zorndorf die russ. Grenadiere befehligte, im Okt. 1760 nach Berlin zog und durch sein Verhalten bei Burkersdorf König Friedrich d. Gr. unterstützte, und der Graf Iwan, gest. 1797, Präsident des Marinekollegiums unter Katharina II.; ein dritter, der Graf Peter, war russ. bevollmächtigter Minister am Hofe Friedrichs II. und in Paris bei Ludwig XV. — Da der Enkel des Grafen Iwan, Graf Sachar, wegen Teilnahme an der Verschwörung 1825 nach Sibirien verbannt wurde und das Exil den bürgerlichen Tod mit sich bringt, so übertrug ein kaiserl. Befehl den Titel und Namen auf seinen Schwager, Iwan Kruglikow, der sich nun Graf