Uchatius-Stahl (nach dem österr. General Uchatius (s. d.] benannt) entsteht, indem man flüssiges I zuerst durch Zerteilung und plötzliche Abkühlung in Körnerform bringt (granuliert) und dann mit Spateisenpulver zusammenschmilzt. Derselbe hat keine Verwertung im großen 0½½ Uechtland, Nuechtland, Oechtland oder Helvetische Wüste (Eremus Helvetiorum) hieß im Mittelalter das von Hunnen und Germanen oft verwüstete Gebiet zwischen der Aare und der Saane in den jetzigen s weiz. Kantonen Bern und Freiburg, der Grenzstrich zwischen Alamannen und Burgundionen. Der Name U. hat sich bis auf die Gegenwart erhalten, hauptsächlich zur Be eichnung der Hauptstadt des Kantons Freiburg, im Gegensatz zu Freiburg im Breisgau. Uechtritz (Friedr. von), deutscher Dichter, geb. 12. Sept. 1800 zu Görlitz, erhielt daselbst seine Gymnasialbildung und widmete sich dann zu Leipzig rechtswissenschaftlichen Studien. Nachdem er zu Berlin in den praktischen Justizdienst eingetreten, ward er 1828 Assessor beim Landgericht zu Trier. Im J. 1829 in gleicher Eigenschaft nach Düsseldorf versetzt, wurde er 1833 zum Landgerichtsrat befördert. Im J. 1858 schied er aus dem Staatsdienst, bei welcher Gelegenheit seine Ernennung zum Geh. Justizrat erfolgte. U. starb zu Görlitz, wohin er sich zurückgezogen hatte, 15. Febr. 1875. Seine erste Beande Arbeit war das Drama Chrysostomuso (Brandenb. 182²2), dem er „Trauerspiele⸗ (Berl. 1823) folgen ließ, welche die Tragödien Rom und Spartacus v und «Rom und Otto III.„ enthalten. Doch erst seine Tragödie 6 Alexander und Dariusv (herausg. mit Vorrede von Tieck, Berl. 1827) gelangte in Berlin zur Aufführung. Sein nächstes Trauerspiel: «Das Chrenschwerto, fand weniger Beachtun Zu Düsseldorf verö entlichte er das Trauerspie „Rosamunde „(Düsseld. 1833), und das dramatische Gedicht »Die Babylonier in Jerusalem⸗ (Düsseld. 1836). Später erschienen von ihm noch der «Ehrenspiegel des deutschen Volks und maneaul Gedichtes (Düsseld. 1842) sowie die Romane Albrecht Holmv (3 Bde., Stuttg. 1860), der religiös ⸗patriotische „Der Bruder der Braut⸗ (3 Bde., Stuttg. 1860) und Cleazar⸗ (3 Bde., Jena 1867), eine Erzählung aus der Zeit des großen jüd. Kriegs. U. Talent ist überwiegend lyrischer Natur. In seinen Dramen bekundet er Schwung, einfache haben die und lyrische Pracht der Sprache. Doch haben die Dramen zu wenig Handlung und dramatisches Leben, als daß sie hätten populär werden können. Von seinen übrigen schriftstellerischen Arbeiten sind noch die „Blicke in das düsseldorfer Kunst⸗ und Künstlerleben» (2 Bde., Düsseld. 1839 —41) zu nennen. Nach seinem Tode erschienen: «Studien eines Laien über das Evanrungen an Friedrich von U. und seine Zeit in Briefen von ihm und an ihn. Mit einem Vorworte von H. von Sybel»(Lpz. 1884).