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Sitten & ModeBrockhaus 1882

Uniform (lat.) nennt man die gleichförmige Kleidung gewisser Korporationen und besonders des Militärs, bei welchem die Einführung der U. mit der Errichtung der stehenden Heere im 17. Jahrh. als gleichzeitig angenommen werden kann, wenn auch einzelne Abzeichen, gleichfarbige Bekleidung u. s. w. schon früher, besonders bei den Leibwachen vorkamen. Die U. soll vor allem die Gesundheit des Soldaten gegen die Einflüsse der Witterung schützen und ihm den freien Gebrauch seiner Waffen gestatten. Die Rücksicht auf ein mehr oder weniger glanzvolles Außere ist dabei nicht zu vernachlässigen, soweit dadurch nicht die Zweckmäßigkeit leidet. Im weitern Sinne gehören auch Kopf- und Achselbedeckungen zur U. Das Wort Montierung bezeichnet ürenngenanmmren nur den Uniformsrock, obgleich man unter Montierungsstücke alle zur Bekleidung gehörenden Gegenstände begreift. (S. Montur.)

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 36Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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