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ErdkundeBrockhaus 1882

Veile, Hauptstadt eines dän. Amts gleichen Namens (2331,4 akm mit 11880] 108513 C.), im südöstlichsten Teile Jütlands an der schlesw. Grenze, liegt in einem reizenden, langen und schmalen Thale, das «dänische Paradies v genannt, an der Linie Vamdrup-Frederikshaven der Jütischen Eisenbahn, an der Mündung der Veile-Aa in den Veilejord, einen 22 km langen, im Norden des Kleinen elt in das Land einschneidenden Meerbusen, umgeben von hohen, mit Buchenwäldern bestandenen Hügeln, von denen Himmelpinden der höchste ist. Die Stadt hat einige Fabriken, einen Winterhafen und zählt (1880) 7145 C., welche Hopfenbau, Fischfang und Handel treiben. Am 5. Mai 1848 wurde die Stadt von den Schleswig-Holsteinern und nach einem in der Nähe, bei Gudsö, 7. Mai 1849 von ihnen gelieferten Gefecht von den Preußen besetzt, die an demselben Tage unter General Hirschfeld die Dänen unter General Rye bei dem Dorfe Viuf, auf der Straße von V. nach Kolding, schlugen. Auch 8. März 1864 fand hier ein Gefecht statt, in dem die Osterreicher unter Gablenz die Stadt und später die stark befestigten nördl. Höhen stürmten.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 138Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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