FeedVöcklabruck
ErdkundeBrockhaus 1882

Vöcklabruck, Stadt im ehemaligen Hausruckkreise in Oberösterreich, an der Vöckla, einem Nebenflusse der Ager, in hügeliger, fruchtbarer Segend, ist Station der Linie Wien-Salzburg der Ssterreichischen Staatsbahnen, von der hier eine Privatbahn nach Kammer abzweigt, Sitz einer Bezirkshauptmannschaft und eines Bezirksgerichts und zählt (1880) 1474, als Gemeinde 1749 E. Die Stadt hat ein Bürgerspital, ein Krankenhaus, eine Baumwollweberei und eine Kunstmühle. Die Thortürme der alten Stadt sind noch erhalten, die etwa 1 km entfernte Kirche zu Schöndorf war bis 1785 Pfarrkirche von V. und ist ein durch die Grafen von Puchheim um die Mitte des 14. Jahrh. aufgeführter schöner Bau. V. kam 1145 an das Erzstift von Salzburg; um 1298 erhielt der Ort die Freiheit einer landesherrlichen Stadt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 304Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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