Vodnik (Valentin), slowen. Sprachforscher und Dichter, geb. 3. Febr. 1758 in Oberschischka bei Laibach, war kath. Geistlicher, dann Gymnasiallehrer in Laibach. Er war einer der ersten, der die Belebung des slowen. Volks energisch in Angriff nahm, und gilt für den Begründer der neuslowen. Litteratur. In solchem Sinne konnte er besonders wirken, als Krain 1810—14 zur Provinz Illyrien Rabvend und unter franz. Herrschaft stand. V. war während dieser Zeit Schulinspektor und dichtete das Lied «Ilirja ozivlena (Das wiederbelebte Illyrieno), das eine weite Verbreitung fand. Nach Wiedereintritt der österr. Herrschaft mußte V. seinen Abschied nehmen; er starb 9. Jan. 1819. V. schrieb Gedichte (Pesniy, 3. Aufl., Laib. 1869), eine slowen. Grammatik (1811), Schul⸗ und Volksbücher u. a., gab 1797 1800 die erste slowen. Zeitung heraus, und hinterließ in Manuskript ein deutsch-flowen. ⸗lat. Lexikon. Vgl. Costa, «Vodnik-Albumo (Laib. 1859). Voötius (Gisbert), reformierter Theolog, geb. 3. März 1588 in Heusden in Holland, studierte in Leiden, wurde 1611 Pfarrer in Vlymen, 1617 in seiner Vaterstadt Heusden und 1634 Professor der Theologie in Utrecht, als welcher er 1676 starb. Ein heftiger Vertreter der Orthodoxie, bekämpfte er ebenso sehr die Cartesianische Philosophie, wie innerhalb der reformierten Kirche die freiere Richtung eines Coccejus und die pietistisch-separatistische eines Labadie. Unter seinen Schriften sind zu nennen Exereitia pietatiss (1664) und Diatribe de theologias (1668).