Vokalapparat heißt eine von Helmholtz (1859) erfundene Einrichtung, welche dazu dient, die Vokalklänge und auch andere Klänge aus reinen und einfachen Tönen zusammenzusetzen. Letztere gehen von Stimmgabeln aus und werden durch Resonatoren verstärkt. Um die Töne langdauernd zu erhalten, erfolgen die Schwingungen der Stimmbrode zwischen den Polen von regelmäßig unterrochenen Elektromagneten, welche im magnetischen Zustande die Gabelenden anziehen, im unmagnetlschen aber freigeben. Wenn man nun in libereinstimmung mit der Volaltheorie (s. d.) mehrere dieser Stimmgabeln gleichzeitig zum Tönen bringt, ergeben sich, je nach der Verschiedenheit von Höhe und Stärke der Töne, die Vokalklänge. In ähnlicher Weise lassen sich auch mit dem V. Tongemische hervorrufen, welche andere Klänge, als die der Vokale darstellen. Obiger V. wird von König in Paris geliefert. Statt der Stimmgabeln verwendet Appunn in Hanau beim V. Zungenpfeifen, sodaß sein Obertöneapparate ein Harmonium vorstellt, mit dem man die Vokale und auch andere Klänge erzeugen kann.