Wach (Karl Wilh.), Historienmaler, geb. zu Berlin 11. Sept. 1787, malte 1807 sein erstes größeres Bild, Christus mit den Aposteln, jetzt in der Kirche zu Parez. Der Krieg unterbrach 1813 und 1815, wo er als Landwehroffizier den preuß. Fahnen folgte, seine Studien. Um die pariser Kunstschätze und Künstler zu studieren, blieb er bis 1817 in Paris, besuchte dort das Atelier von David, dann das von Gros und ging darauf nach Italien. Im J. 1819 kehrte er nach Berlin zurück, wurde Mitglied des Senats, der königl. Akademie der Künste und erhielt bald mit Hirt, Schinkel, Schlesinger und Waagen den Auftrag, das neuerbaute Museum einzurichten, die Restauration der Gemälde zu leiten und neue Ankäufe zu besorgen. Durch die Begründung einer größern Malerschule in Berlin wirkte er fördernd auf die jüngern Künstler ein. Ohne eigentlich zur Schule der Nazarener zu gehören, teilt er deren Trockenheit der Formgebung und Schwächlichkeit der Auffassung. Zu den namhaftesten größern Bildern W.s gehören die neun Musen am Plafond des neuen königl. Schauspielhauses, die Altarbilder für die Garnison- und Werdersche Kirche in Berlin und das für die prot. Peter-Paulskirche in Moskau. Er wurde 1841 Vizedirektor der Akademie und starb 25. Nov. 1845. Seine Schwester war die Romanschriftstellerin Henriette von Paalzow (s. d.).