Waldeck (Georg Friedr., Graf und Fürst), deutscher Reichsfeldmarschall und holländ. Generalkapitän, geb. 31. Jan. 1620, trat 1641 in den Dienst der Generalstaaten, war 1652 brandenburg. Generallieutenant, kämpfte in den beiden letzten Feldzügen Karls X. in schwed. Dienste gegen Dänemark, dann als deutscher Reichsfeldmarschall 1664 bei St. Gotthard, führte 1683 die Kreistruppen Bayerns, Frankens und Oberhessens zum Entsaßgheere nach Wien und war 1685 unter dem Prinzen von Lothringen und Kurfürsten von Bayern als selbständiger Führer thätig. W. wurde von Wilhelm III., als dieser nach England abreiste, als Generalkapitän nach Holland berufen und verteidigte im Bunde mit Brandenburg 1689 Belgien und den Niederrhein gegen die Franzosen, siegte bei Walcourt, wurde aber 1690 bei Fleurus vom Marschall von Luxemburg geschlagen. Er war unter Wilhelm von Oranien Stabschef des holländ. Heeres und starb zu Arolsen 19. Nov. 1692. Vgl. Rauchbar, „Leben u. s. w. W.S 5 (Arolsen 1867 72): Erdmannsdörffer, «Graf Georg Friedr. W.⸗ (Berl. 1869).