FeedWangerin
ErdkundeBrockhaus 1882

Wangerin, Stadt im pommerschen N egierungsbezirk Stettin, Kreis Regenwalde, an einem kleinen See, Station der Linie Ruhnow-Konitz der Preußischen Staatsbahnen, hat (1880) 2709 E. angeroge oder Wangeroog, eine zur oldenb. Herrschaft Jever gehörende Insel in der Nordsee, nordwestlich vom Eingange zum Jadebusen, von der Küste 11 km entfernt, mit einem Leuchtturme, einer evangelischen Kirche und 136 E., ist seit 1819 seiner Seebadeanstalt wegen bekannter geworden. Die Insel ist 5 Km lang, sehr schmal und bietet auf allen Seiten durch ihren festen, sich sanft ins Meer senkenden sandigen Strand bequeme Gelegenheit zum Baden, wozu man sich der Badekutschen bedient. Das Badeetablissement besteht aus einem Kurhause mit Logierzimmern, sieben Logierhäusern und dem Warmbadehause. Dazu kommt noch der Strandpavillon auf einer der höchsten Dünen am Strande. Auf den übrigen Teilen der überall berasten Insel sind Spaziergänge angelegt. Die Insel litt lange Zeit Abbruch durch die Meeresfluten und ward namentlich in den ersten Tagen des J. 1855 durch einen gewaltigen Orkan hart mitgenommen; seitdem sie durch große Uferschutzwerke befestigt ist, nimmt sie jährlich durch neue Dünenbildung an ihrem Ostende zu. Vgl. Chemnitz, „W. und das Seebad (Brem. 1833), „W., die Insel und das Seebad (Oldenb. 1853).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 430Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 4

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Erdkunde 6