Weckelsdorf oder Wekelsdorf an Tha Marktflecken, liegt in einem quellenreichen Tha im böhm. Bezirk Braunau Gerichtsbezirk Politz), am Adersbache (Rebenfluß der Elbe) und der Linie Chotzen-Halbstadt der Osterreich-UngarischenStaatseisenbahn, hat zwei Bierbrauereien, Lein⸗ und Baumwollweberei, Gerberei, eine Holzstofffabrik, chem. Leinwand⸗ und Garnbleiche, zählt (1881) 2812 E. deutscher Zunge und ist berühmt durch die Felsengebilde, welche an Großartigkeit die Adersbacher Steine bei weitem übertreffen. Man gelangt hier aus der Vorstadto durch eine Pforte in die eigentliche Felsenstadte mit dem Felsenthegter, dem Domplatz (im Dreißigjährigen deen Zufluchtsort der umliegenden Bewohner), der uppelförmigen Domkirche, der Totengruft. Die größte überraschung gewährt der Schluß der Wanderung, das „Münsterv, auch Dom oder Münzkirche genannt, weil nach der Sage einst Falschmünzer diesen sichern Schlupfwinkel bewohnten. Den czechischen Namen Teplice hat der Ort nach den warmen Quellteichen (7 bis 12 C.). Sein ursprünglicher Name soll Weidmannsd orf, nach dem Gründer Weidmann so genannt, gewesen sein. Auch befand sich früher am sog. Galgenberg (jetzt Steinberg) ein Hochgericht. Etwa 4km westlich von Braunau zeigt sich eine ähnliche Felsenbildung, nämlich bei dem Dorfe Weckersdorf, Stern genannt, welche von der Abtei Braunau zugänglich gemacht und 1854 mit einem Gasthause versehen ist. Ihre Durchwanderung nimmt zwei Stunden in Anspruch.