Wedekind (Georg Christian Gottlieb, Freiherr von), deutscher Arzt und Schriftsteller, geb. 1761zu Göttingen, studiertedaselbst Medizin, würde 1781 Physikus in Diepholz und 1785 praktischer Arzt zu Mülheim am Rhein. Im J. 1787 als Leibarzt des Kurfürsten und Professor der Medizin nach Mainz berufen, trat er nach der Eroberung der Stadt durch die Franzosen 1793 als Hospitalarzt in franz. Dienste und blieb als solcher von 1794 an in Straßburg. Durch mehrere polit. Schriften; «Bemerkungen über das Jakobinerwesend, «Frankreichs ökonomischer und polit. Zustand und dessen Konstitution vom 3. Jahre der Republiks (franz. und deutsch, Straßb. 1796) und Vertraute Briefe über die Revolution vom 18. Brumairen (1800), von denen die zweite ihm die franz. Bürgerkrone einbrachte, die letzte aber anonym erschien, legte er wohl Interesse an der Französischen Revolution, zugleich aber auch Sinn für gesetzliche Ordnung an den Tag. Im J. 1797 trat er seine Professur in Mainz wieder an, wurde aber 1803 pensioniert und nun Kantonsarzt in Kreuznach, 1805 Professor der neuerrichteten Medizinalschule und Medizinalrat in Mainz, dann Oberstabsarzt des Reservekorps unter Lefebyre und 1808 Leibarzt des Großherzogs von Hessen und in den Freiherrenstand erhoben. Er starb 28. Okt. 1831. Von seinen Schriften sind zu nennen: «Allgemeine Theorie der Entzündungen und ihrer Ausgänger (Lpz. 1791), «Rachricht über das franz. Kriegshospitalweseno (2 Bde., Lpz. 1797), Einige Blicke in die Lehre von den Entzündungen und Fiebern überhaupto (Darmst. 1814), aliber den Wert der Heilkundes (Darmst. 1816), „Prüfung. des homöopathischen Systems von Hahnemannd Darmst. 1822), «liber den Wert des Adels » (2 Bode., Darmst. 1818), „Bruchstücke über Religiono (Darmst. 1817), Der Pythagoreische Ordeno (Lpz. 1820), „Baustücke für Freimaurer» (Gieß. 18219..