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GeschichteBrockhaus 1882

Wittenweier, Pfarrdorf im bad. Kreise Offenburg, Amt Lahr, rechts am Rhein, mit (1880) 475 evang. E., mehrmals in den Kämpfen des Dreißigjährigen Krieges genannt. Nachdem Ende Juli 1637 Herzog Bernhard von Weimar mit einem franz. Heere zwischen Straßburg und Breisach bei den Dörfern Rheinau und W. den Rhein überschritten hatte, um zunächst die vorderösterr. Lande dem Hause Habsburg zu entreißen, setzte seinem wiederholten Anstürmen auf die wittenweirer Schanzen Johann von Werth einen so entschlossenen Widerstand entgegen, daß Bernhard sein Unternehmen vorläufig aufgeben und nach Lothringen und Burgund zurückgehen mußte. Als jedoch am 6. März 1638 das franz.⸗schwed. Bündnis erneuert worden, schlug 9. Aug. bei W. Herzog Bernhard den kaiserl. General Grafen Görtz, welcher aus Westfalen herbeigeeilt war, um die Fortschritte Bernhards am Oberrhein zu hemmen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 708Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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