Wittig (Hermann), hervorragender Bildhauer, geb. 26. Mai 1819 in Berlin, studierte an der dortigen Akademie unter F. Tieck und 1846 —-48 in Rom. Seine Schöpfungen gehören zum größern Teil dem Kreise des Anmutigen und Idyllischen an und entfalten, teils als Einzelfiguren, teils als Gruppen, Grazie, Originalität und Erfindungsabe. Zu seinen ansprechendsten Werken gehören ie überlebensgroßen Marmorstatuen Flora und Pomona im Orangeriegebäude zu Potsdam, eine lebensgroße Victoria (Privatpark in Breslau), ein riedensengel auf dem Dreifaltigkeitskirchhof in erlin, außerdem eine Anzahl von Gruppen und Statuetten, wie die Najade, Winzerin, Jakob und Rahel, Venus und Amor. Unter den Porträtbüsten sind die Kolossalbüste von Ludwig Tieck, die von Knesebeck, Patkul, Müffling hervorzuheben. Mit einem Christuskopfe für die Kapelle von Schloß Rheineck siegte er über viele Bewerber. Sein Talent für figürliche Ornamentik und Monumentalstulptur bekundete er durch die Giebelfelder für die Stadttheater zu Riga und Leipzig, und für die Nationalgalerie in Berlin, durch die Urania im Universitätsgebäude zu Königsberg und die Statue von Descartes für die Akademie zu Budapest.