Württemberg (Christian Friedr. Alexander, Graf von), als lyrischer Dichter bekannt, der Sohn des Herzogs Wilhelm von Württemberg und der Burggräfin von Tunderfeldt, geb. 5. Nov. 1801 in Kopenhagen, wo sein Vater Gouverneur war, trat früh in württemb. Militärdienste, hatte zuletzt den Rang eines Obersten und lebte seit 1832 mit der Gräfin Helena Festetics-Tolna in glücklicher Ehe abwechselnd in Eßlingen und Wien. Schon lange leidend, starb er 7. Juli 1844 im Wildbad. Als lyrischer Dichter trat er zuerst im Morgenblatts unter dem Namen Sandor von S. auf; unter seinem eigenen Namen gab er dann Beiträge zu Chamissos und Schwabs Deutschem Musenalmanacho. Gesammelt erschienen seine lyrischen Produktionen unter dem Titel Gedichten (Stuttg. 1837) und als 4Gesammelte Gedichte (Stuttg. 1841). Im allgemeinen erkennt man darin die Einwirkung der schwäb. Dichterschule und im speziellen die Geistesverwandtschaft mit Lenau, dessen Freund er war. Das Beste in der genannten Sammlung sind die Lieder eines Soldaten im Friedeno und die dichterischen Gemälde aus Ungarn. Origineller bewegte sich der Dichter in den Liedern des Sturmso (Stuttg. 1839).