Zendavesta werden die heiligen Bücher genannt, in welchen die Lehren des Zoroasterschen Glaubens enthalten sind. Der Name ist eigentlich Avesta (vom altpers. abastä, das Gesetz) und Zend (vielleicht vom altpers. zandi, das Gebet). Beide, Avesta und Zend, Gesetz und Ritus, wurden dem König Gustasp (in der Zendsprache Vistagpa) durch Zoroaster offenbart. Da der Ritus namentlich auf „(Traditiono beruhte, so bekam irrtümlich das Wort
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 894Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei