Zichy (spr. Sitschi, Michael), ungar. Historienmaler, geb. 1826 zu Zala im Somogyer Komitat, fand seinen ersten Unterricht in Wien, lebte seit 1847 als Hofmaler in Rußland, blieb aber in weitern Kreisen unbekannt, bis er sich vollständig und zwar auch als Künstler französierte. Theophile Gautier, der sich persönlich lebhaft seiner annahm, wurde sein Führer und Vorbild. Seitdem hat sich Z. mit einer Anzahl großer, höchst effektvoll gemalter Bilder bekannt gemacht. Sein bestes und einfachstes Werk ist das im Auftrag der Regierung gemalte Bild im pester Nationalmuseum: Kaiserin Clisabeth von Österreich an dem Sarge Franz Deäks. Auf der ersten internationalen Ausstellung in Wien 1882 war sein reichgedachtes Bild: Wirkungen des Weins, ausgestellt. Z. lebt in Paris.