Schmid (Matthias), Genremaler, geb. 14. Nov. 1835 zu See im Paznaunthal in Tirol, Sohn eines Landmanns, begab sich 1853 nach München, wo er sich zunächst dem Vergolderhandwerk widmete, dann aber sich auf der Akademie zum Maler ausbildete. Sein erstes Bild, Ruth auf dem Wege nach Bethlehem, wurde von dem damaligen Statthalter von Tirol, Erzherzog Karl Ludwig, angekauft. In der Folge wendete sich S. hauptsächlich der Geuredarstellung aus dem Volksleben der Berge zu. Im J. 1867 ging S. nach Salzburg. Der bedeutende Erfolg Werne Herrgottsschnitzler in Berchtesgaden und Bilderhändler auf der Alm verschafften ihm den Auftrag, die Villa des Ritters von Tschavoll in Feldkirch mit Bildern aus der vorarlberger Volkssage zu schmücken. Im J. 1869 siedelte er wieder nach München über, trat 1871 bei Piloty ein und schuf nun eine Reihe bedeutender Kompositionen, darunter: die Bettelmönche, die Karrenzieher, Beichtzettelablieferung, der strenge Sittenrichter, die zillerthaler Protestanten, der Wurstliebhaber, vor der Sitzung, Verlassen u. s. w.