Zoisit (nach dem ersten Finder, Baron von Zois, benannt), ein in lang säulenförmigen, stark gestreiften und oft gekrümmten Krystallen ohne deutliche Endausbildung vorkommendes Mineral, welches deshalb bemerkenswert geworden ist, weil diese Krystalle dem rhombischen System angehören, während die chem. Zusammensetzung keinen Unterschied gegen die monoklinen Krystalle des Epidots (s. d.) aufweist. Es liegt also hier ein Beispiel von Dimorphismus einer und derselben Substanz vor.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 935Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei