FeedZurbarau (Francisco)
Bildende KunstBrockhaus 1882

Zurbarau (Francisco), berühmter span. Maler, geb. 7. Nov. 1598 zu Fuente de Cantos in Estremadura, Schüler des Juan de las Roelas in Sevilla, hat sich seinen Stil selbst geschaffen. Man hat diesen strengen Realisten den span. Caravaggio genannt, aber seine Schatten sind von Reflexen erhellt, seine Kraft der Charakteristik und selbst der Plastik ist bedeutender. Seine Mönchs- und Heiligengeschichten sind oft mit meisterhaften Bildnissen angefüllt. In der Zeit von 1625 bis etwa 1638 schuf er eine erstaunliche Zahl großer Bildercyklen für Klöster und Kirchen Andalusiens, sein Melsterwerk, die Apotheose des 11r Thomas (Museum u Sevilla), den Petrusaltar der Kathedrale daselbs, die Historien des heil. Bonaventura, die Bilder des Cartieja bei Xeres, die der zwei Mercenarierklöster in Sevilla, die Bilder in Guadalupe. Schon 1633 heißt er königl. Maler, 1630 malte er die Herculesarbeiten für Buen Retiro. In seinen spätern Werken (Mariabildern) ist der Chiaroscuro weicher, sind die Formen idealer. Z. starb 1662.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 964Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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