Holzdekoration, . Es ist bereits in Art. Decke, Ausschmückung etc., sowie in den einzelnen Stilartikeln von der Dekoration der Räume mit Holz die Rede gewesen. In Fig. 2144 geben wir nun als Beispiel guter H. aus der Frührenaissaneezeit die innere Ansicht des Rathhaussäles in Münster und in Fig. 2145 u. 2146 eine Holzdecke u. eine Wand mit totaler Holzbekleidung in moderner Weise. Kurze Kröpfungen an Gesimsen, überhaupt sehr kurze Holzstückchen sind thunlichst zu vermeiden, u. wo dies nicht angeht, mit besonderer Sorgfalt zu befestigen. — Das jetzt sehr oft angewendete Verfahren, neue solche Arbeiten dunkel zu beizen, um ihnen alterthümliches Ansehen zu geben, sei mit großer Vorsicht angewendet, da manche solcher Beizen sehr starknachdunkeln, so daß sehr schnell die Formen völlig unerkennbar werden. Direktes Ueberziehen des Holzes mit Wachslack ohne vorheriges Firnissen ver-HEIDELBERG O Universitäts hindert das Nachdunkeln fast gänzlich und ist besonders da zu empfehlen, wo man verschiedene Holzsorten in künstlerischer Zusammenstellung ihrer verschiedenen Naturfarben verwendet. Dabei kann man bei einzelnen Theilen der Farbe etwas nachhelfen, so wird z. B. Erle durch einfaches Firnissen bei weitem röther, Fichte durch Lasiren mit gebrannter Terrasiena täuschend der Kiefer ähnlich re. Vergl. auch d. Artikel Beize, Imitation, Politur ve.