Steine, Austrocknen der Maner durch Wärme und Ausfugen u. Putzen mit Mörtel, der ganz frei von organischen Theilchen ist, Tränken mit Schwefelsäure, möglichst tief eindringendes Tränken mit Theer od. Oel sind wirksamere Mittel, doch wird ein schon sehr vom Mauerfraß (. d.) angegriffener Bau kaum ganz von demselben geheilt werden können. Weiteres über S. s. in d. Art. Kalisalpeter, Kalksalpeter, blaue Glasmalerfarben, Beize A. 7., Ammoniakalisch etc., Nitrat, Mehlsalpeter, Naphtha re. Salpeterdruse, f. (Miner.), eine Art Quarzdrusen, deren Krystalle abgestumpft, ungleichwinklig und zusammengedrückt sind, wie die Krystalle des Salpeters. Salpetersäure, kf., Salpetergeist, m., auch Scheidewasser genannt, frz. esprit de nitre, eanu forte, engl. nitric acid, spirit of nitre, azotie acid. Sekundäres Produkt, entstanden durch Oxydation des Ammoniaks (s. d. u. Salpeter), der sich erzeugt, wenn stickstoffhaltige thierische Substanzen in Fäulnis übergehen. Die S. kommt fast nie ohne Wasser vor. Das erste Hydrat derselben enthält 14,% Wasser, hat 1,55/ spez. Gew. u. ist eine farblose Flüssigkeit, die ungefähr bei 86e zu sieden anfängt. Man erhält diese Sãäure aus dem Salpeter od. aus dem Chilisalpeter, indem man Gemenge dieser Salze mit Schwefelsäure aus Gasretorten destillirt. Die Destillationsprodukte, welche aus fast wasserfreier S. bestehen, fängt man im Wasser auf. „Sie wird zersetzt fast durch alle Nichtmetalle. Auf Metalle ist die Einwirkung der S. meist eine sehr lebhafte, Zinn und Eisen greift eine Säure von 1½¾ fpez. Gew. nicht an, während nach Zusatz von Wasser die Oxydation sogleich erfolgt. Von der konzentrirten S. werden stickstoffhaltige organische Stoffe, wie Haut, Horn etc., dauernd gelb gefärbk. Benutzt wird die S. zu Bereitung verschiedener Metalllösungen u. zu Trennung od. Scheidung des Goldes vom Silber (deshalb Scheidewasser genannt); zu Darstellung des Königswassers, mit Salzsäure vermischt, zum Aetzen, Sitätsbibliothek Heidelberg Fürben u. Oxydiren vieler Substanzen, so auch zur Fabrikation von Schießbaumwolle; s. auch d. Art. Beize A. 3. u. Holzstoff; salpetersaurer Kalk, s. d. Art. Salpeter; salpetersanres Silberoryd, s. Höllenstein; salpetersaure Jalkerde, wird an der Luft feucht, löst sich in Wasser u. Alkohol, findet sich in der Mutterlauge des Salpeters, auch im Brunnenwasser, schmeckt bitter; salyetersaure Chonerde, bildet beim schnellen Abdampfen eine gummiartige Masse und läßt beim Zusetzen von Ammonium basischsaure Thonerde als kleisterartigen Niederschlag fallen; entsteht bei Bildung von Ammoniak in Lehmwänden.