Saturnus (Mythol.), bei den Griechen Kronos, Gemahl der Rhea, Sohn des Uranos und der Gäa. Trat nach Entmannung seines Vaters in Gemeinschaft mit Gäa als Ordner der Welt auf und regierte während des goldenen Zeitalters Verzehrte seine Kinder, bis Zeus diesem Schicksal entging u. ihn entthronte. Den Griechen galt er als Gott der Zeit, den Römern als Gott des Ackerbaues. Bei Darstellungen erhält er als Attribut die Sichel, gültig für griechische u. römische Mythe, die kreisförmige Schlange und den Herrscherstab. Sein Hinterkopf ist gewöhnlich verschleiert und seine linke Hand darüber erhoben. Auch wird er mitunter als Greis abgebildet, mit Sense, im Begriff, ein Kind zu verzehren, auch wohl geflügelt und einen Polos (Bild der Erdscheibe) auf dem Kopf. Auf einer bemoosten Kugel stehend, mit vier Augen und zwei Flügeln am Kopf, stellten ihn die Aegypter dar. Einzelne Monumente stellen ihn kahl, andere mit über die Stirn und an beiden Seiten herabfallendem lockigen Hür dar; auch wohl mit einem Pflanzensprößling, den einen Fuß mit einer Sandale umwunden, den andern nackt.