Kaliumnitrat, salpetersaures Kali, Salpeter, Kalisalpeter, Ostindischer Salpeter, Kalium nitricum KNOI . In manchen Gegenden von Ostindien kommt in einem an vegetabilischen und animalischen Stoffen reichen Boden, infolge der darin lebhaft verlaufenden Verwesungsvorgänge so viel Salpeter vor, daß derselbe durch Auswaschen gewinnbar ist. In frühern Zeiten war man ausschließlich auf diese Quelle des Vorkommens angewiesen. Zu Ende des vorigen Jahrhunderts fing man in Frankreich an, dieselben Vorgänge nachzuahmen, und errichtete sog. Salpeterplantagen, deren Betrieb aber seit dem Auffinden der scheinbar unerschöpflichen Lager von Chilisalpeter (s. d.) eingestellt ist. Gegenwärtig wird der Kalisalpeter durch Zersetzen von fulpelerianrem Natron mit Chlorkalium dargestellt. Beide Salze werden in äquivalenten Mengen in möglich wenig siedendem Wasser gelöst und die filtrierte Flüssigkeit während des Erkaltens gerührt, wobei salpetersaures Kali als Krystallmehl sich ausscheidet. Dies wird nach Entfernung der Mutterlauge durch Aufgießen von recht kaltem Wasser gewaschen und durch Umkrystallisieren von allen Chlorverbindungen befreit. Das Umkrystallisieren wird durch die Löslichkeitsverhältnisse des Salzes sehr begünstigt: 100 Teile Wasser lösen bei 18 C. 29 Teile salpetersaures Kali, während die siedendheiß gesättigte Lösung auf 100 Teile Wasser 335 Teile des Salzes enthält. Seine Krystalle sind rhombische Prismen von salzig erfrischendem Geschmacke. Leicht unzersetzt schmelzbar; bei höherer Temperatur wird es partiell in salpotrigsaures Kali verwandelt. 11) Kalium und Chlorsäure: Kaliumchlorat, s. unter Chlorsaures Kali. 12) Kalium und übermangansäure; Kaliumpermanganat, s. unter Mangan (Verbindungen). —— 13) Kalium und Essigsäure: Kaliumacetat, s. unter Essigsaure Salze 6. 14) Kalium und Oralsäure: Kaliumoxalat, s. unter Oxalsaure Salze. 15) Kalium und Weinsäure: Kaliumtartrat, s. unter Wein saure Salze.