Käma oder Kämadeva, der indische Liebesgott, welcher erst in der spätern (nachvedischen) Zeit hervortritt und als der Sohn Dharmas oder Brahmans, und der Gatte der Rati Wollust) gilt. Er führt Pfeil und Bogen wie der griech. Eros, von dem diese Attribute wahrscheinlich auf ihn übertragen sind. Von dem Gotte Siva, den er einst in seinen Bußübungen störte, soll er durch einen Zornesblick zu Asche verbrannt sein, weshalb er —4 Ananga (der Körperlose) heißt. amäla (bengal.), Waras oder Wurrus, ein feines, weiches, lockeres, geruch⸗ und geschmackloes Pulver von roter oder braunroter Farbe, beteht im wesentlichen aus den hochroten Drüsen und den Sternhaaren, welche die kirschgroßen Kapseln der zu den Euphorbiaceen gehörigen, in Abessinien, Ostindien, China und Australien heimischen Rottléra tinctoria Rocb. (Mallotus Philippinen-Ssis Maill. Arg., s. unter Rottlera) bedecken und durch Abbürsten dieser Früchte gewonnen werden. Die K., welche außer Spuren von ätherischem Ol, Citronen- und Oxalsäure hauptsächlich Harze (Ramalarot) und das aus ätherischen Lösungen in gelben Krystallen sich ausscheidende Rottlerin (CIIIIoOs enthält), dient in Indien zum Gelbfärben der Seide, sowie als Heilmittel gegen den Bandwurm und verschiedene Hautkrankheiken und n sich seit neuerer Zeit auch in Europa als wirkames Bandwurmmittel bewährt. Man gibt es in Pulvern, Pillen, Latwergen oder Schüttelmixturen: vor dem Kusso und andern Bandwurmmitteln zeichnet es sich durch seine mildere Wirkung sowie durch 5755 Geruch- und Geschmacklosigkeit aus und wird eshalb besonders für Kinder und Frauen, sowie für schwächliche Individuen empfohlen.