Kannegießer (Karl Friedr. Ludw.), Schriftsteller, geb. 9. Mai 1781 zu Wendemark in der Altmark, studierte Theologie und Philologie in Halle und wurde 1807 Lehrer am Schindlerschen Waisenhause in Berlin, 1811 Prorektor und 1814 Rektor am Gymnasium in Prenzlau und 1822 Direktor und Professor des Friedrichsgymnasiums zu Breslau. Später privatisierte er in Berlin, wo er 14. Sept. 1861 an K. ist hauptsächlich als Übersetzer bekannt; der Üübertragung von Beaumonts und Fletchers Dramatischen Werkeno (2 Bde., Berl. 1808) folgten Dantes 4Göttliche Komödier (3 Bde., Amsterd. und Lpz. 1809—21; 4. Aufl., Lpz. 1843) und dessen Lyrische Gedichter Epz. 1827; 2. Aufl., 2 Bde., 1842), die er mit K. Witte und W. von Lindemann bearbeitete, die Oden des Horaz (Prenzl. 1821), des Anakreon und der Sappho Prenzl. 1827), ferner Übersetzungen von Byron, Frau von Staél, Leopardi, Silvio Pellico u. a., Conversations-Lexikon. 13. Aufl. X. sowie der Heliand⸗ (Berl. 1847), und aus dem Provengalischen Renepn der Troubadoursy (Tüb. 1852). Von seinen selbständigen Arbeiten sind zu erwähnen: (Gedichtes (2 Bde., Bresl. 1824—27), „Schauspiele für die Jugend»(12 Bdchn., Berl. 1844 —49), mehrere Dramen, das epische Gedicht Telemachos und Nausikaa (Nürnb. 1846), die lyrischen «Schwanengesänge berühmter Dichter» (Tüb. 1853), „Frauenlobo, ein Sonettenkranz (Berl. 1853).