Kanonade, gegenseitiges Bekämpfen von Artillerie oder Geschutztampf, mit der Nebenbedeutung des hinhaltenden Gefechts. Kauone (vom lat. canna, Rohr, daher ital. cannone, eigentlich großes Rohr) ist die Bezeichnung für die wichtigste der gegenwärtig vorkommenden Geschützarten, welche bestimmt ist, ihre Geschosse mit großer Geschwindigkeit und in einer flachen Bahn fortzutreiben. Man verwendet die K. gegen aufrecht stehende Ziele, wie Truppen, Geschütze, Holzwände, Erdbrustwehren, Mauern, gepanzerte Schiffe, Befestigungen u. s. w. Die Ladung der K. ist im adie dpo zum Geschoßgewicht im allgemeinen groß; die Rohre sind von bedeutender Länge (10—30 Kaliber Seelenlänge), doch kommen hierin auch Verschiedenheiten vor und man unterscheidet lange und kurze K., erstere mehr für den direkten, letztere für den indirekten Schuß bestimmt. Nach der innern Einrichtung zerfallen die K. in glatte und gezogene; erstere sind in der Hauptsache ausgeschieden, sie werden von letztern erheblich an Schußweite, Präcision und Geschoßwirkung übertroffen. Die Geschosse der gezogenen K. sind hauptsächlich Granaten und Shrapnels, bei leichten K. kommen auch Kartätschen vor. (S. Artillerie und Geschütz.)