Karoline (Henriette Christiane), Landgräfin von Hessen-Darmstadt, geb. 9. März 1721 als Tochter des Herzogs Christian III. von Zweibrücken-Birkenfeld, vermählte sich 1741 mit dem Erbprinzen Ludwig von Hessen-Darmstadt, der 1744 in preuß. Dienste trat. Nachdem letzterer 1768 als Ludwig IX. Landgraf geworden, übte K. auf die Regierung den wohlthätigsten Einfluß. Moser wurde durch sie Minister des Landes; der Hof zu Darmstadt ward von Herder, Goethe, Wieland u. a. besucht. Auch mit Friedrich d. Gr. stand K. in Korrespondenz. Sie starb 30. März 1774, von ihren Zeitgenossen 4 die große Landgräfino genannt. Vgl. Walther, «Die große Landgräfin K. von Hessen v (Darmst. 1873). arolinensiel, Dorf in der preuß. Provinz Hannover, Landdrostei Aurich, an der Harle, mit einem 1 km unterhalb an der Mündung der Harle gelegenen Hafen (Friedrichsschleuse), zählt (1880) 1020 E., welche Seefischerei, Schiffbau, Handel mit Getreide, Vieh etc. und Schiffahrt treiben.